MTK Fotoschau

Von , 26. Oktober 2014 20:30

Die Welt von schräg unten betrachten

Mit den Augen eines Frosches gesehen, sieht die Welt ganz anders aus. Dackel werden zu bedrohlichen Monstern, Wiesen werden zu fast undurchquerbaren Wäldern. Mehr als 80 Fotografen von sieben Fotoclubs im Main-Taunus-Kreis haben für die MTK-Fotoschau das Thema „Froschperspektive“ aufgegriffen.
Die Fotoschau bot einen Blick auf das Außergewöhnliche.	Foto: Spillner

bild  Michelle Spillner

Die Fotoschau bot einen Blick auf das Außergewöhnliche. Foto: Spillner
Liederbach. Der Frosch schaut von unten hinauf. Auf Hochhäuser und Wendeltreppen, Bäume und Blumen, auf die ganze Welt, immer von unten hoch. Die Perspektive ist faszinierend. Alles wirkt noch viel größer und weiter. Hartmut Ambergers Treppenaufgang in Lanzarote hebt sich grafisch vor blauem Himmel mit zarten Schäfchenwolken ab. Frank Ickstadts Blindschleiche wird in der Begegnung mit dem Frosch zum Riesenmonster. Die Lippen des Pferdes, die Welfhard Niggemann fotografiert hat, greifen zwar nur nach ein paar Grashalmen, aber als Frosch könnte man schon in die Bredouille kommen, wenn man dazwischen gerät.Es sind tolle Motive, die die Fotografen von sieben Fotoclubs im Main-Taunus-Kreis für die mittlerweile achte MTK-Fotoschau gewählt haben. Dabei geht es aber nicht nur darum, den Blick für das Außergewöhnliche zu haben, sondern ganz nebenbei auch noch richtig zu belichten, scharf zu stellen, Wert auf Details zu legen und vielleicht sogar das Gewöhnliche in neues Licht zu setzen. Eine gute Kamera ist von Vorteil, aber nur die halbe Miete. Wobei die Geräte natürlich technisch immer besser werden. „Mittlerweile haben die so 40 Millionen Pixel“, so Welfhard Niggemann. Die dadurch erreichte Detailtreue kann bisweilen zu Irritationen führen, wie Leonhard Kießling beichtet. Er hat bei der Luminale in Frankfurt den Tower 185 fotografiert, der als „Hau-den-Lukas“ inszeniert war: Schlug man unten mit einem Hammer auf einen Knopf, dann sauste am Hochhaus das Licht nach oben. Tolle Aufnahme. „Und dann habe ich das Bild betrachtet und dachte, das hat Flecken oder Bildrauschen. Aber nein, das waren die Sterne“, grinst er.

Rocklady und Papagei

Gerhard Jäger hat einen fotografischen Ausflug in seine alte Heimat Masuren gemacht und zeigt im filigranen Blütenbild auch, dass Licht Materie zu verändern vermag. Die Blüten wirken, als leuchteten sie zerbrechlich aus sich selbst heraus. Heidemarie Seelig hat einen frechen Esel in ihr Weitwinkelobjektiv blicken lassen, Kurt Schaupert hat seinen Hund Wastel im ersten Schnee dokumentiert. Rennt der Hund lange genug herum, sammeln sich in den Hundehaaren kleine Schneebällchen.

Dazwischen hängen auch Bilder, die sehr wohl auch ein Frosch gesehen haben könnte – aber sicherlich von einem höheren Standpunkt aus, als den, den er für gewöhnlich einnimmt: Bilder aus der gewohnten Perspektive. Hans-Joachim Alberts Damentrilogie,

Dieter Brauns faszinierende Rocklady in einer Kirche, bestechend scharf. Auf einem Foto von Wolfram Bleul wird ein Blümchen gleich von einer Schuhsohle zerdrückt, bei Edith Wohlfahrt hat ein hübscher Papageientaucher den Schnabel voll mit Baumaterial fürs Nest.

Heinz Seelig hat Rentiere im Schnee erwischt und Heidemarie Seelig junge Braunbären beim Herumtollen. Und was sieht der Frosch, wenn er eine Freund betrachtet? Einen Frosch. Besser ins Bild setzen kann man den grasgrünen Märchenprinzen im Froschgewand wohl kaum, als es Günter Oberländer gelungen ist.

Wenig vorteilhaft

Die Froschperspektive ist eine dankbare Vorgabe für spannende Aufnahmen. Nur die Menschen sollte man nicht von unten, aus der Froschperspektive fotografieren, wenn man möchte, dass sie gut aussehen. „Es heißt ja immer, Aufnahmen von unten lassen einen majestätisch wirken, aber ich finde, das sieht immer unvorteilhaft aus“, hat Bürgermeisterin Eva Söllner bei der Ausstellungseröffnung ganz richtig festgestellt.

Allseits bedauert wurde wieder, dass die Bilder nur zwei Tage zu sehen waren. In dieser kurzen Zeit kann man die üppige Schau in ihrer großen Vielfalt kaum erfassen. Bilder anschauen, das ist ein wenig wie Parfumschnuppern: Irgendwann erlahmt der Sinn. Dann braucht man eine Pause, bis man wieder aufnahmefähig ist. Man könnte also durchaus über einen längeren Zeitraum jeden Tag in die MTK-Fotoschau gehen und würde immer neues Sehenswertes entdecken. Doch in der Liederbachhalle, wo die Schau zum sechsten Mal gastierte, kann die Ausstellung nicht länger stehenbleiben. Dafür sind die Ausstellungsbedingungen hinsichtlich Licht und Stellfläche im Vergleich zu manchem Rathausfoyer deutlich besser..

„Wer macht heute überhaupt noch ein Foto?“, hatte Welfhard Niggemann, Vorsitzender des Fotoclubs Liederbach zur Eröffnung als Frage in den Raum gestellt. Meist würden nur Familienbilder gemacht oder Selfies, sprich Selbstporträts mit der Handykamera. Es werde mehr mit dem Handy als mit dem Fotoapparat fotografiert. So könne man froh sein, dass es noch Menschen gibt, die die echte Fotografie hochhalten und die Bilder auch tatsächlich noch auf Papier abziehen. Die meisten Fotos würden vermutlich auf dem Handy oder am Bildschirm betrachtet, dabei gelange ein Foto erst als Abzug auf dem Papier zu wahrem Dasein.

80 Fotografen und ihre Froschperspektive

Von , 20. Oktober 2014 16:01

80 Fotografen und ihre Froschperspektive

Liederbach. Zu ihrer bereits achten MTK-Fotoschau laden sieben Fotoclubs im Main-Taunus-Kreis in die Liederbachhalle ein. Vom 17. bis 19. Oktober können sich die Besucher davon überzeugen, welche hochwertigen Arbeiten die Mitglieder der Gruppen aus Eppstein, Flörsheim, Hofheim, Kriftel, Liederbach, Schwalbach und Sulzbach zusammengestellt haben. In dieser im Rhythmus von zwei Jahren präsentierten Veranstaltung stellen über 80 Hobbyfotografen ihr kreatives Schaffen vor. In der Sonderausstellung wird das gemeinsame Thema „Froschperspektive“ von den sieben Clubs individuell interpretiert.Die Ausstellung wird am Freitag, 17. Oktober, um 19.30 Uhr eröffnet, musikalisch begleitet von der Band „Traveling James“. Die Öffnungszeiten am Samstag und Sonntag, 18. und 19. Oktober, sind jeweils von 11 bis 18 Uhr. Neben der Fotoausstellung sind die Beamerschauen ein weiterer fotografischer Schwerpunkt.

Am Samstag werden vorgeführt:

Mit den Zugvögeln nach Norden (13 Uhr),

Fotofreunde auf Madeira (14 Uhr),

Ukraine, Moldavien, Gagausien (15 Uhr),

Abenteuer Südstaaten USA (16 Uhr).

Die Schauen am Sonntag:

Studienreise zu den Stätten des Vesuvs (12 Uhr),

Fotoexperimente der Fotofreunde Sulzbach (13 Uhr),

Südengland – Auf Pilchers Spuren (14 Uhr),

Petits moments (15 Uhr ),

Carrières et lumières – van Gogh, Gaugin (16 Uhr).

An beiden Tagen beantwortet Andreas Gensich vom Fotokreis Schwalbach jeweils ab 15 Uhr die Fragen des Besucher zu dem Programm „Lightroom“ mit Beispielen an einem PC-Arbeitsplatz. „Die Akteure der Ausstellung wünschen sich, dass die Bilder die Besucher zu Gesprächen anregen und die visuelle Kommunikation gestärkt wird“, heißt es in der Ankündigung zur achten MTK-Fotoschau.

Der Eintritt ist frei, genügend Parkplätze sind an der Liederbachhalle (Wachenheimer Straße) vorhanden.

(wein)

MTK Fotoschauen 2014

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Von , 26. September 2014 11:56

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Die Fotoexperten und die Qual der Wahl

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Von , 21. September 2014 11:41

738Liederbach. Wie sieht die Welt aus Sicht der Frösche aus? Das Sonderthema der nächsten Fotografie-Ausstellung des Main-Taunus-Kreises heißt „Froschperspektive“. Das bedeutet, dass pro Verein – aus Liederbach, Kriftel, Eppstein, Sulzbach, Schwalbach und Hofheim – etwa fünf Bilder ausgesucht werden, die von unten aufgenommen wurden. Das Motiv kann dabei alles sein, was den Hobby-Fotografen gefällt.

Unter der Auswahl des Fotoclubs Liederbach „befinden sich hauptsächlich Aufnahmen von Natur, Tieren oder Architektur, dafür machen wir wenige Porträts“, sagt der Zweite Vorsitzende, Gustav-Adolf Thielen. Die Bilder werden zusammen mit fünf bis sechs Fotos jedes Vereinsmitglieds (ohne festes Thema) ausgestellt. Jeder Fotograf lässt sich bei der Auswahl von seinen Vereinskollegen beraten – so wie beim Clubabend am Dienstag.

„Was haltet ihr hiervon?“, fragt Brigitte Lehmann und breitet ihre Fotos auf dem großen Tisch aus. „Würdet ihr das Bild nehmen, auf dem das Gesicht mehr von der Seite zu sehen ist, oder das, auf dem man es auch noch ein Mal durch den Spiegel sieht?“ Zu sehen ist ein blondes Mädchen, das sich vor dem Spiegel mit einem großen Pinsel schminkt. Brigitte Lehmann hat sich hier eine Serie zum Thema „morgens“ ausgedacht, beginnend mit einem Foto im Bett, gefolgt von der Morgendusche und dem morgendlichen Schminken. Die anderen Mitglieder sind sich einig, dass das Foto ohne Spiegel besser gelungen ist. Bis zum nächsten Dienstag, 23. September, können sie ihre Bilder noch auswählen, danach werden sie entwickelt und gerahmt, um pünktlich zur Vernissage am Freitag, 17. Oktober, 19 Uhr, in der Liederbachhalle zu hängen.

Klaus Liebnitzky wiederum zeigt seine Fotos von Statuen, die Frösche als Musiker eines Orchesters darstellen. „Ich habe das Thema ,Froschperspektive’ einmal anders interpretiert und die Betonung auf ,Frosch’ mehr als auf die ,Perspektive’ gelegt“, erklärt er. Gerade Tiere fotografiert auch Thielen gerne und hat hierfür seine ganz eigenen Tricks und Kniffe: „Wir entwickeln die Bilder im Standartformat 30 mal 40 Zentimeter. Damit es besser wirkt, mache ich gerne vier kleine Fotos in den Rahmen. Ich nenne das Thema ,Doppelt und Dreifach’, es sind immer zwei oder drei Tiere pro Foto zu sehen. Das macht das Bild insgesamt attraktiver.“

Bei ihrem Club-Treffen haben die Mitglieder noch eine Fleißarbeit und müssen Fotos auf Kalender kleben. Jedes Jahr verkaufen sie diese auf dem Weihnachtsmarkt. Die Fotos für jeden Monat zeigen Motive, die von den Fotografie-Fans in Liederbach aufgenommen wurden. Der Erlös des Verkaufs geht an die „Kinder-Krebshilfe“ und die Organisation „Bärenherz“.

Lieber ein bisschen unterbelichtet

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Von , 3. August 2014 12:12

Ein Experte des Fotoclubs Liederbach gibt Tipps. „Weniger ist mehr“, ist sein Ratschlag an diejenigen, die ihre Urlaubserinnerungen fotografisch festhalten möchten.

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Das Motiv muss nicht unbedingt direkt in der Mitte stehen. Foto: Fotolia

Liederbach. 

Hach, der Urlaub geht so schnell vorüber. Gestern noch saß man am Strand, heute schon wieder im Büro. Zum Glück zaubern die Fotos, die man während der Ferien gemacht hat, Urlaubsgefühle in den grauen Alltag. Doch nicht immer gelingen die Bilder so, wie man sich das vorgestellt hat. Wir haben bei einem Experten des Liederbacher Fotoclubs nachgefragt, worauf es beim „Knipsen“ der fotografischen Erinnerungen ankommt.

Fangen wir doch mit der Ausstattung an. „Eine gute Kompakt- oder Digitalkamera ist für diese Zwecke völlig ausreichend“, meint Dr. Gustaf-Adolf Thielen. Der pensionierte Physiker muss es wissen, schließlich ist der begeisterte Hobbyfotograf weit gereist und hat sich auf das Fotografien japanischer Gärten spezialisiert, die er bereits in einer Ausstellung präsentiert hat. „Wer künstlerische Ambitionen hat, sollte sich natürlich eine hochwertige Kamera zulegen. Doch für die ,normalen’ Urlaubsfotos ist das absolut nicht nötig“, sagt Thielen, der sich selbst erst vor wenigen Jahren eine Digitalkamera angeschafft hat.

Keine Über-Ausstattung

„Manche Leute sind überausgestattet. Doch man sollte sich im Urlaub nicht mit überflüssiger Technik herumschlagen. Man sollte auch daran denken, das eine Spiegelreflexkamera ordentlich Gewicht hat, das man unterwegs mit herumschleppt. Eine Digitalkamera ist klein, leicht und passt in jede Tasche – man kann sie überallhin mitnehmen“, weist er auf einen praktischen Aspekt hin. Wer mit einem solchen Apparat ans Werk geht, „kann eigentlich nicht viel falsch machen“, denn die Bilder seien ja für den Privatgebrauch. „Das Motiv sollte man nicht direkt in die Mitte setzen – sondern eher ein Verhältnis von 1:3 wählen“, lautet sein Tipp. Das gilt auch für Landschaftsaufnahmen, bei denen der Horizont in den Blick gerückt werden soll. In Sachen Belichtung hat der Experte folgenden Tipp: „Viele Kameras belichten über, deshalb arbeite ich immer mit einer leichten Unterbelichtung, dann werden die Farben besser.“

Und was ist mit Handys und Tablets? „Das kann man machen, allerdings erhält man damit nicht die Qualität, die man mit einer kleinen Digitalkamera erreicht: Den meisten Leuten reicht aber das Ergebnis“, weiß Thielen. Hochwertige Spiegelreflexkameras und zusätzliches Equipment indes lohnen sich nur für diejenigen, die ihre Fotos ausstellen wollen sowie für Profis. Und die kennen die Kniffe meist. „Wer sich unbedingt eine teure Fotoausrüstung anschaffen möchte, wird in aller Regel in den Fachgeschäften gut beraten“, weiß der Liederbacher. Wer es genau wissen will, kann sich heute beim Treffen des Liederbacher Fotoclubs beraten lassen, das um 20 Uhr im Vereinshaus, Feldstraße 6, beginnt.

(sie)

Quelle: Höchster Kreisblatt

Diavortrag Sonnenuhren

Von , 1. Juni 2014 22:16

Nostalgische Hommage an antike Zeitmesser
30.05.2014, 03:00 Uhr
Von Robin Kunze
Nach über 20 Jahren präsentierte Sonnenuhren-Liebhaber und Hobby-Fotograf Klaus Liebnitzky erstmals seine liebsten Motive vor Publikum – und zwar nicht per Beamer, sondern ganz altertümlich auf dem Dia-Projektor.
Sonnenuhren haben es Klaus Liebnitzky angetan. Eine Auswahl seiner umfangreichen Bildersammlung präsentierte er im Vereinshaus. Foto: mar
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Sonnenuhren haben es Klaus Liebnitzky angetan. Eine Auswahl seiner umfangreichen Bildersammlung präsentierte er im Vereinshaus. Foto: mar
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Liederbach.
Normalerweise steht dem Foto-Club modernste Technik zur Verfügung, um die Bilder der Mitglieder zu präsentieren. Doch hin und wieder verfallen die Hobbyfotografen in Nostalgie – etwa nun beim Dia-Vortrag von Klaus Liebnitzky zum Thema Sonnenuhren.
Damals gab’s nur Dias

„Das ist sicherlich eine Ausnahme“, erklärt Liebnitzky, „aber in dem Fall ging es auch nicht anders“. Die knapp 160 Bilder seiner Vorführung entstanden zwischen 1986 und 1990, sind deshalb also nur als Dias verfügbar gewesen. Und irgendwie passt die Art der Präsentation auch zu deren Inhalt. „Ich habe von herkömmlichen und modernen Sonnenuhren bis zu Exemplaren aus dem Mittelalter ganz verschiedene Modelle fotografiert“, erklärt Liebnitzky, während der Dia-Projektor ratternd und klackernd seinen Dienst verrichtet.
Bereits im antiken Griechenland wurden vertikal ausgerichtete Objekte, sogenannte Gnomone, genutzt, um an deren Schattenlänge die Tageszeit zu bestimmen.
Echte Kunstwerke

Auch in China, Ägypten und bei den Sumerern hat man diese Methode unabhängig voneinander genutzt. Ähnlich wie der Dia-Projektor wurde aber auch die Sonnenuhr im Laufe der Jahrzehnte von modernerer Technologie abgelöst. Heute geben Digital- und Atomuhren die Zeichen der Zeit vor. Die Sonnenuhr ist häufig nur noch Zierde und Überbleibsel längst vergangener Tage. „Viele der Sonnenuhren in Deutschland finden sich auf Fassaden von Klöstern und Kirchen wieder“, erklärt Liebnitzky, „und bei einer Restaurierung dieser fallen sie meist einfach dem Sandstrahler zum Opfer“. Ein trauriger Umstand, schließlich seien die Uhren häufig echte Kunstwerke, die es für die Nachwelt zu erhalten gelte. Aus diesem Zweck schloss sich Liebnitzky mit der Deutschen Gesellschaft für Chronometrie zusammen und veröffentlichte 1991 einen 8000 Exemplare umfassenden Katalog. Kennengelernt hat Liebnitzky die Gleichgesinnten im deutschen Mekka der Sonnenuhren, in Birkenau.
Die knapp 10 000 Einwohner zählende Stadt am Rande des Odenwaldes begrüßt Besucher bereits auf dem Schild mit dem Untertitel „Ort der Sonnenuhren“.
In Mainz und Darmstadt

Über 40 verschiedene Exemplare lassen sich dort noch heute bei eigens organisierten Führungen bewundern. Klaus Liebnitzky stieß im Rahmen seiner Dienstreisen für den TÜV Hessen unter anderem auf weitere Sonnenuhren in Mainz, Darmstadt und Frankfurt. „Nach einer Zeit entwickelt man dafür regelrecht einen speziellen Blick“, schildert der Fotograf, „wo immer man hin kommt, man schaut automatisch an Gebäuden nach oben“. Auch heute ist er weiter auf der Suche und hat die Kamera stets mit dabei, um vielleicht doch noch einen der antiken Zeitmesser zu entdecken. Eine Wiederholung der Präsentation ist gut möglich. Allein schon aus Nostalgie-Gründen.

Fotoausstellung Vernissage

Von , 30. November 2013 23:17

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Kunst auf 3 Etagen

Von , 17. Oktober 2013 13:17

Kunst auf drei Etagen

Von Melanie Taylor

Ausstellung des Foto-Clubs im Rathaus zeigt aktuelle Arbeiten

An der Pracht schöner Blüten können sich Marika und Joachim Sandmann nicht sattsehen. „Ich liebe Blumen“, erklärt die Kriftelerin strahlend.

 

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Liederbach. 

Es verwundert also nicht, dass die Nahaufnahmen von violetten Krokussen, den eleganten Tulpenkelchen sowie vom Zierlauch zu den liebsten Bildern des Paares in der Ausstellung des Liederbacher Foto-Clubs zählen. Bei der Vernissage zeigten sich die Sandmanns beeindruckt von der Vielfalt und der Qualität der Aufnahmen. „Wir sind selbst im Fotoclub“, erzählt Joachim Sandmann.

Viele Besucher

Die gut besuchte Eröffnungsveranstaltung freute den Vorsitzenden des Foto-Clubs Welfhard Niggemann. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte er. Dass so viele Besucher, darunter auch Mitglieder von befreundeten Fotoclubs im Kreis, gekommen sind, ist aus seiner Sicht eine schöne Bestätigung für die Arbeit.

Auf drei Etagen zeigen acht Mitglieder des Vereins, der in diesem Jahr seinen 35. Geburtstag feiert, ihre Fotografien. Das Schöne: Die Motive sind sehr abwechslungsreich. Reizvoll sind häufig die gewählten Bildausschnitte von Landschafts- und Architekturaufnahmen sowie die Stimmungen: Mal strahlen sie pure Lebensfreunde aus, mal wirken die Situationen skurril oder melancholisch. Allerdings: Bei der Vernissage waren Stimmen zu hören, die sich bei dem ein oder anderen Bild mehr Erläuterungen gewünscht hätten. Tatsächlich: Nicht immer erschließt sich etwa, wo und wann das Foto aufgenommen wurde und was zu sehen ist. Rein gar nichts auszusetzen hatte Besucher Werner Mitsch. Der Vorsitzende des Krifteler Fotoclubs war stattdessen voll des Lobes: Nicht nur die Exponate gefielen ihm. Er äußerte sich obendrein positiv über den Liederbacher Foto-Club, der sehr aktiv sei und maßgeblich für ein gutes Miteinander zwischen den anderen Vereinen im Kreis sorge.

Bürgermeisterin Eva Söller, die die Bilderschau eröffnete, erinnerte in ihrer Rede daran, wie das, was wir als schön begreifen, dass was auf uns anziehend oder auch abstoßend wirkt, auf Ideale zurückzuführen ist, die letztlich selbst der Wandlung unterworfen sind.

Dass im Rathaus häufig Ausstellungen gezeigt werden, ist aus Sicht der Bürgermeisterin ein großes Plus: „Das ist ein Rathaus, das auch ein Bürgerhaus ist“, sagte sie. Die gezeigten Werke interessieren demnach auch manchmal „normale“ Besucher: So komme es vor, dass jemand, der eigentlich nur Müllsäcke abholen oder etwas in der Verwaltung erledigen wolle, sich die Zeit nehme und die gesamte Ausstellung ansehe.

Das nächste Projekt des rund 20 Mitglieder zählenden Fotoclubs ist übrigens bereits in Arbeit: Wie jedes Jahr stellt der Verein auch dieses Mal einen Fotokalender mit Liederbacher Motiven zusammen, den er zugunsten der Kinderkrebshilfe und der Stiftung Bärenherz beim Weihnachtsmarkt verkauft.

Die Ausstellung im Rathaus, Villebon-Platz 9-11, ist bis zum 7. November zu den regulären Öffnungszeiten des Rathauses geöffnet: Montag, Dienstag und Freitag von 8 bis 12 Uhr sowie Mittwoch von 9 bis 12 Uhr und 15 bis 19 Uhr. Wer Interesse hat, ein Foto der Ausstellung zu erwerben, kann sich an Welfhard Niggemann unter Telefon (0 61 96) 2 76 87 wenden. Bei ihm gibt es auch weitere Infos rund um den Verein.

Artikel vom 15.10.2013, 03:30 Uhr (letzte Änderung 16.10.2013, 20:53 Uhr)

 

Einladung zur Fotoausstellung

Von , 6. September 2013 17:12

„VERGÄNGLICHKEIT
SCHÖNES
FARBKOMPOSITIONEN“

Schiffwrack

RATHAUS LIEDERBACH
Villebon-Platz 9 – 11
09. Okt. bis 07. Nov. 2013

 Vernissage: Mittwoch 09. Okt. um 18:00 Uhr
mit Bürgermeisterin Frau Eva Söllner

 Öffnungszeiten des Rathauses:
Montag, Dienstag, Freitag von 8:00 – 12:00 Uhr
Mittwoch von 9:00 – 12:00 und 15:00 – 19:00 Uhr

V.i.S.d.P.: Liederbacher Foto-Club e.V. Tel. 06196-2 76 87

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Titelfoto von Welfhard Niggemann

Von , 6. September 2013 11:32

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