Diavortrag Sonnenuhren

Von , 1. Juni 2014 22:16

Nostalgische Hommage an antike Zeitmesser
30.05.2014, 03:00 Uhr
Von Robin Kunze
Nach über 20 Jahren präsentierte Sonnenuhren-Liebhaber und Hobby-Fotograf Klaus Liebnitzky erstmals seine liebsten Motive vor Publikum – und zwar nicht per Beamer, sondern ganz altertümlich auf dem Dia-Projektor.
Sonnenuhren haben es Klaus Liebnitzky angetan. Eine Auswahl seiner umfangreichen Bildersammlung präsentierte er im Vereinshaus. Foto: mar
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Sonnenuhren haben es Klaus Liebnitzky angetan. Eine Auswahl seiner umfangreichen Bildersammlung präsentierte er im Vereinshaus. Foto: mar
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Liederbach.
Normalerweise steht dem Foto-Club modernste Technik zur Verfügung, um die Bilder der Mitglieder zu präsentieren. Doch hin und wieder verfallen die Hobbyfotografen in Nostalgie – etwa nun beim Dia-Vortrag von Klaus Liebnitzky zum Thema Sonnenuhren.
Damals gab’s nur Dias

„Das ist sicherlich eine Ausnahme“, erklärt Liebnitzky, „aber in dem Fall ging es auch nicht anders“. Die knapp 160 Bilder seiner Vorführung entstanden zwischen 1986 und 1990, sind deshalb also nur als Dias verfügbar gewesen. Und irgendwie passt die Art der Präsentation auch zu deren Inhalt. „Ich habe von herkömmlichen und modernen Sonnenuhren bis zu Exemplaren aus dem Mittelalter ganz verschiedene Modelle fotografiert“, erklärt Liebnitzky, während der Dia-Projektor ratternd und klackernd seinen Dienst verrichtet.
Bereits im antiken Griechenland wurden vertikal ausgerichtete Objekte, sogenannte Gnomone, genutzt, um an deren Schattenlänge die Tageszeit zu bestimmen.
Echte Kunstwerke

Auch in China, Ägypten und bei den Sumerern hat man diese Methode unabhängig voneinander genutzt. Ähnlich wie der Dia-Projektor wurde aber auch die Sonnenuhr im Laufe der Jahrzehnte von modernerer Technologie abgelöst. Heute geben Digital- und Atomuhren die Zeichen der Zeit vor. Die Sonnenuhr ist häufig nur noch Zierde und Überbleibsel längst vergangener Tage. „Viele der Sonnenuhren in Deutschland finden sich auf Fassaden von Klöstern und Kirchen wieder“, erklärt Liebnitzky, „und bei einer Restaurierung dieser fallen sie meist einfach dem Sandstrahler zum Opfer“. Ein trauriger Umstand, schließlich seien die Uhren häufig echte Kunstwerke, die es für die Nachwelt zu erhalten gelte. Aus diesem Zweck schloss sich Liebnitzky mit der Deutschen Gesellschaft für Chronometrie zusammen und veröffentlichte 1991 einen 8000 Exemplare umfassenden Katalog. Kennengelernt hat Liebnitzky die Gleichgesinnten im deutschen Mekka der Sonnenuhren, in Birkenau.
Die knapp 10 000 Einwohner zählende Stadt am Rande des Odenwaldes begrüßt Besucher bereits auf dem Schild mit dem Untertitel „Ort der Sonnenuhren“.
In Mainz und Darmstadt

Über 40 verschiedene Exemplare lassen sich dort noch heute bei eigens organisierten Führungen bewundern. Klaus Liebnitzky stieß im Rahmen seiner Dienstreisen für den TÜV Hessen unter anderem auf weitere Sonnenuhren in Mainz, Darmstadt und Frankfurt. „Nach einer Zeit entwickelt man dafür regelrecht einen speziellen Blick“, schildert der Fotograf, „wo immer man hin kommt, man schaut automatisch an Gebäuden nach oben“. Auch heute ist er weiter auf der Suche und hat die Kamera stets mit dabei, um vielleicht doch noch einen der antiken Zeitmesser zu entdecken. Eine Wiederholung der Präsentation ist gut möglich. Allein schon aus Nostalgie-Gründen.

Fotoausstellung Vernissage

Von , 30. November 2013 23:17

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Kunst auf 3 Etagen

Von , 17. Oktober 2013 13:17

Kunst auf drei Etagen

Von Melanie Taylor

Ausstellung des Foto-Clubs im Rathaus zeigt aktuelle Arbeiten

An der Pracht schöner Blüten können sich Marika und Joachim Sandmann nicht sattsehen. „Ich liebe Blumen“, erklärt die Kriftelerin strahlend.

 

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Liederbach. 

Es verwundert also nicht, dass die Nahaufnahmen von violetten Krokussen, den eleganten Tulpenkelchen sowie vom Zierlauch zu den liebsten Bildern des Paares in der Ausstellung des Liederbacher Foto-Clubs zählen. Bei der Vernissage zeigten sich die Sandmanns beeindruckt von der Vielfalt und der Qualität der Aufnahmen. „Wir sind selbst im Fotoclub“, erzählt Joachim Sandmann.

Viele Besucher

Die gut besuchte Eröffnungsveranstaltung freute den Vorsitzenden des Foto-Clubs Welfhard Niggemann. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte er. Dass so viele Besucher, darunter auch Mitglieder von befreundeten Fotoclubs im Kreis, gekommen sind, ist aus seiner Sicht eine schöne Bestätigung für die Arbeit.

Auf drei Etagen zeigen acht Mitglieder des Vereins, der in diesem Jahr seinen 35. Geburtstag feiert, ihre Fotografien. Das Schöne: Die Motive sind sehr abwechslungsreich. Reizvoll sind häufig die gewählten Bildausschnitte von Landschafts- und Architekturaufnahmen sowie die Stimmungen: Mal strahlen sie pure Lebensfreunde aus, mal wirken die Situationen skurril oder melancholisch. Allerdings: Bei der Vernissage waren Stimmen zu hören, die sich bei dem ein oder anderen Bild mehr Erläuterungen gewünscht hätten. Tatsächlich: Nicht immer erschließt sich etwa, wo und wann das Foto aufgenommen wurde und was zu sehen ist. Rein gar nichts auszusetzen hatte Besucher Werner Mitsch. Der Vorsitzende des Krifteler Fotoclubs war stattdessen voll des Lobes: Nicht nur die Exponate gefielen ihm. Er äußerte sich obendrein positiv über den Liederbacher Foto-Club, der sehr aktiv sei und maßgeblich für ein gutes Miteinander zwischen den anderen Vereinen im Kreis sorge.

Bürgermeisterin Eva Söller, die die Bilderschau eröffnete, erinnerte in ihrer Rede daran, wie das, was wir als schön begreifen, dass was auf uns anziehend oder auch abstoßend wirkt, auf Ideale zurückzuführen ist, die letztlich selbst der Wandlung unterworfen sind.

Dass im Rathaus häufig Ausstellungen gezeigt werden, ist aus Sicht der Bürgermeisterin ein großes Plus: „Das ist ein Rathaus, das auch ein Bürgerhaus ist“, sagte sie. Die gezeigten Werke interessieren demnach auch manchmal „normale“ Besucher: So komme es vor, dass jemand, der eigentlich nur Müllsäcke abholen oder etwas in der Verwaltung erledigen wolle, sich die Zeit nehme und die gesamte Ausstellung ansehe.

Das nächste Projekt des rund 20 Mitglieder zählenden Fotoclubs ist übrigens bereits in Arbeit: Wie jedes Jahr stellt der Verein auch dieses Mal einen Fotokalender mit Liederbacher Motiven zusammen, den er zugunsten der Kinderkrebshilfe und der Stiftung Bärenherz beim Weihnachtsmarkt verkauft.

Die Ausstellung im Rathaus, Villebon-Platz 9-11, ist bis zum 7. November zu den regulären Öffnungszeiten des Rathauses geöffnet: Montag, Dienstag und Freitag von 8 bis 12 Uhr sowie Mittwoch von 9 bis 12 Uhr und 15 bis 19 Uhr. Wer Interesse hat, ein Foto der Ausstellung zu erwerben, kann sich an Welfhard Niggemann unter Telefon (0 61 96) 2 76 87 wenden. Bei ihm gibt es auch weitere Infos rund um den Verein.

Artikel vom 15.10.2013, 03:30 Uhr (letzte Änderung 16.10.2013, 20:53 Uhr)

 

Einladung zur Fotoausstellung

Von , 6. September 2013 17:12

„VERGÄNGLICHKEIT
SCHÖNES
FARBKOMPOSITIONEN“

Schiffwrack

RATHAUS LIEDERBACH
Villebon-Platz 9 – 11
09. Okt. bis 07. Nov. 2013

 Vernissage: Mittwoch 09. Okt. um 18:00 Uhr
mit Bürgermeisterin Frau Eva Söllner

 Öffnungszeiten des Rathauses:
Montag, Dienstag, Freitag von 8:00 – 12:00 Uhr
Mittwoch von 9:00 – 12:00 und 15:00 – 19:00 Uhr

V.i.S.d.P.: Liederbacher Foto-Club e.V. Tel. 06196-2 76 87

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Titelfoto von Welfhard Niggemann

Von , 6. September 2013 11:32

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Wenn der Mohn untergeht

Von , 16. Juli 2013 20:01

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Trotz einiger Tipps von Experten wird der Klatschmohn für unsere Mitarbeiterin Melanie Taylor zum störrischen Fotoobjekt. Foto: Liebnitzky
Vorlesen
Wenn der Mohn untergeht
Von Melanie Taylor
Auf Fotosafari mit dem Liederbacher Foto Club
Die Wahl des richtigen Motivs und Bildausschnitts ist nicht einfach. Und dann ist auch noch der Himmel viel zu grau.
Liederbach.

Klatschmohn im Getreidefeld – wohl kein sehr einfallsreiches Motiv, das ich mir da ausgesucht habe. Hundertfach habe ich dieses Bild bereits auf Kalenderblättern und Wandbildern aus dem Baumarkt gesehen. Aber egal: Das liegt wohl daran, dass viele die Blütenblätter dekorativ finden. Für meine Übungszwecke reicht es vollkommen, denke ich und wähle eine Perspektive, aus der ich die zarte rote Blüte aufnehmen möchte. Schnell merke ich aber, dass es gar nicht so einfach ist, die Blume so zu fotografieren, dass mir das Bild gefällt: Mal wirkt die Blüte verloren in der Masse der Getreidehalme, häufig ist sie unscharf, mich stört die Bildaufteilung und überhaupt: Die Wolken am Himmel sind diesmal viel zu grau.
Schnappschüsse
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Neuer Vorstand

Von , 2. April 2013 23:10


„Dann mache ich das halt“
Von Frank Weiner
Seit 20 Jahren leitet Welfhard Niggemann den Liederbacher Foto-Club und er wird es noch eine Weile tun.
Der 72-Jährige wurde erneut zum Vorsitzenden gewählt. Wie soviele Vereine kämpfen auch die Hobbyfotografen mit dem Nachwuchsproblem.
Liederbach.
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Spendenübergabe Weihnachtsmarkt

Von , 25. Januar 2013 22:58

Jeder sollte wissen, warum er spendet

Die Liederbacher haben sich mal wieder ins Zeug gelegt und 5700 Euro für die gute Sache erwirtschaftet. Ein positives Beispiel von vielen ist der Volleyball-Club, der zudem eine originelle Hygiene-Aktion initiiert hat.

Von Melanie Taylor

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7. MTK-FOTOSCHAU

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Von , 8. November 2012 16:44

Fotografieren, was nicht wegläuft

Kommentare Kommentare deaktiviert
Von , 16. Oktober 2012 08:21

Gustav-Adolf Thielen erklärt sein Hobby
“Alles ist unruhig”, sagt Welfhard Niggemann über die derzeitige wirtschaftliche und politische Lage. Dementsprechend hat der Liederbacher Foto-Club (LFC) seiner Ausstellung im Rathaus den Titel “Ruhe – Unruhe” gegeben. Bis 6. November sind 80 Bilder von acht Fotografen zu sehen.

Liederbach. ”Das Thema war eine schwere Geburt”, denkt Welfhard Niggemann, Vorsitzender des LFC, zurück. Zunächst hätten mehrere Themen zur Auswahl gestanden. “Die Gruppe hat sich gemeinsam für etwas Aktuelles entschieden.” Immer mit dabei LFC-Mitglied Gustav-Adolf Thielen. “Ich habe die Diskussionen durch Protokolle und Fortschrittsberichte voran getrieben”, erklärt der 75-Jährige. Er habe den aktuellen Stand festgehalten und notiert, was bis zur nächsten Sitzung zu machen sei, “damit wir nicht immer wieder von vorne anfangen”. Über ein halbes Jahr wurde an dem Thema gefeilt, bevor die Bilder entstanden. Alle vier Wochen habe sich die Gruppe zusammengesetzt und sich neue Gedanken gemacht. Dabei hatten alle Beteiligten immer eine bange Frage im Hinterkopf: “Kriegen wir genug Bilder zusammen?”

80 Fotos von acht Fotografen wurden für die Schau im Rathaus ausgewählt. “Das ganze Haus ist dekoriert”, freut sich Niggemann. Die Abbildungen versuchten Ruhe und Unruhe möglichst in einem Bild darzustellen. “Da ist ein bisschen Fantasie des Betrachters gefordert”, betont Niggemann. Auf ausführliche Erklärungstexte habe die Gruppe bewusst verzichtet. “Man darf’s nicht zu einfach machen.”

Börsenkrach
Einige Bilderrätsel steuert Gustav-Adolf Thielen zu der Ausstellung bei. Sie tragen Titel wie “Börsenkrach”, “Märkte beruhigen” oder “Banken stützen”. Thielens Arbeiten sind keine aufwendig vorbereiteten Shootings. Wenn er Zeit habe, sagt der 75-Jährige, fahre er los und gucke. Erst vor wenigen Tagen war er im Taunus. “Aber es war noch zu früh, die Farben waren noch nicht richtig.” Thielen hat eine Lieblingsjahreszeit – den Herbst. Insbesondere die zweite Oktober- und die erste Novemberhälfte. “Wenn die Sonne tief steht und die Farben im Saft stehen.”

“Mit 14 Jahren habe ich eine Gewa-Box geschenkt bekommen”, erinnert sich Thielen an seine erste Kamera. Das sei ein einfacher Apparat mit einer Verschlussklappe und drei Blenden gewesen. Später, von seinem eigenen Geld, habe er sich eine gebrauchte Kleinbildkamera mit Schnellaufzug gekauft. “Das war damals eine Sensation!” Im Laufe der vergangenen 60 Jahre rüstete Thielen technisch nach. Einen Fotokurs hat der Liederbacher jedoch nie besucht. “Alles autodidaktisch”, erklärt er knapp. Das Fotografieren habe er nie mit großem Aufwand betrieben. Und so hält es der 75-Jährige auch mit der Motivwahl. “Ich warte nicht, bis ein Vogel seinen Schnabel spitzt.” Am liebsten fotografiere er “alles was gutmütig ist, stillhält und nicht wegläuft”.

Die Ausstellung “Ruhe – Unruhe” ist bis Dienstag, 6. November, zu sehen. Die Öffnungszeiten sind entsprechend der Dienstzeiten des Rathauses am Villebon-Platz: montags, dienstags und freitags von 8 bis 12 Uhr sowie mittwochs von 9 bis 12 Uhr und von 15 bis 19 Uhr.

Frankfurter Neue Presse, Artikel vom 15. Oktober 2012, 03.21 Uhr (letzte Änderung 15. Oktober 2012, 05.04 Uhr)